Wirklich schon wieder ein Jahr? Reinhard Mey und…SOOO viele Sommer…

Wirklich schon wieder ein Jahr? Reinhard Mey und…SOOO viele Sommer…

 

copyright by Hildegard-sichtbarYogaAm Ende von etwas, Kalenderjahr, Jahrtag, Geburtstag...
Staunen wir mal wieder, ZEIT fliegt... will nicht fest gehalten werden.
Staunen und an der Schwelle ins Neue Innehalten
.
Früher mass man LebensZeiten in gelebten Sommern,
überlebten Wintern.

Ist das schon so lange her?

Wirklich schon wieder ein Jahr?
Noch weht mir der Wind von der See her entgegen,
Noch finde ich Sand in meinen Hosenumschlägen
Und Dünengras in meinem Haar,
Spür‘ auf den Lippen das Meer;
Wirklich schon wieder ein Jahr?

Wirklich schon wieder ein Jahr?
Ist es schon wieder so spät?
Mir taut noch der Vorjahrsschnee von meiner Mütze,
Um meine Schuhe entsteht eine Pfütze
Auf dem gewachsten Parkett,
Werd‘ ich den Winter gewahr.
Wirklich schon wieder ein Jahr?

Wirklich schon wieder ein Jahr?
Ist also morgen schon heut?
Noch schwirren vom vorigen Sommer die Mücken
Um meinen Kopf, meine Finger zerpflücken
Akazienblätter zerstreut:
Ein wenig, von Herzen ... ist‘s wahr?
Wirklich schon wieder ein Jahr?
Die Tage hab‘ ich nicht gezählt.
Noch raschelt verwelktes Laub unter den Schritten,
Im vorigen Herbst von der Hecke geschnitten.
Noch glimmt Erntefeuer im Feld,
Flammenlos, kaum wahrnehmbar.

Bin immer noch der ich war,
Erwachsener werd‘ ich wohl nicht.
Ich hab‘ einen Jahresring mehr wie die Bäume,
Eine dickere Rinde, ein paar neue Träume.
Und Lachfalten mehr im Gesicht.
Wirklich schon wieder ein Jahr?

Hier....HÖREN.....

Und weil es SOOOOO SCHÖN ist.... So viele Sommer.....

...HÖREN....

lesen :o)))

So viele Sommer mit dir verbracht,
mit dir geliebt und geweint und gelacht.
Lass uns den Sommertag heut' glücklich leben,
wie viele Sommer mag es noch geben?

Alle guten Dinge müssen enden,
lass uns verschenken, lass uns verschwenden.
Die Hand, die verschenkt, leert und füllt sich zugleich,
nur was wir verschenken macht uns wirklich reich.
Lass uns Glück verstreuen mit vollen Händen.
Alle guten Dinge müssen enden.

So viele Sommer mit dir verbracht,
mit dir geliebt und geweint und gelacht.
Lass uns den Sommertag heut' glücklich leben,
wie viele Sommer mag es noch geben?

Die Tränen, der Kummer, die Niederlagen,
schlaflose Nächte, Fragen und Klagen.
Die Zweifel, die Ängste, die Sorgen und Müh'n,
Blütenträume, die nicht verblüh'n.
Gemeinsam gestanden, gemeinsam getragen,
die Tränen, der Kummer, die Niederlagen.

So viele Sommer mit dir verbracht,
mit dir geliebt und geweint und gelacht.
Lass uns den Sommertag heut' glücklich leben,
wie viele Sommer mag es noch geben?

Die Liebe überstrahlt alles im Leben,
alle Gestirne verblassen daneben.
Die einzige Botschaft, der einzige Sinn,
die einzige Zuflucht liegt doch darin,
einander Trost und Wärme zu geben.
Die Liebe überstrahlt alles im Leben.

So viele Sommer mit dir verbracht,
mit dir geliebt und geweint und gelacht.
Lass uns den Sommertag heut' glücklich leben,
wie viele Sommer mag es noch geben?

Bewahr' das Licht aus diesem Sommertag,
für den Wintertag, der getrost kommen mag.

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