Von Woelfen – Yoga -Ahimsa und Goethe ;o)

Von Woelfen – Yoga -Ahimsa und Goethe ;o)

 

copyright by Hildegard-sichtbarYoga

Zwei Wölfe

Eine alte Indianerin saß mit ihrer Enkelin am Lagerfeuer. Es war schon dunkel geworden, das Feuer knackte, die Flammen zügelten zum Himmel.Die Alte sagte nach einer Weile des Schweigens: „ Weißt du, wie ich mich manchmal fühle? Es ist, als ob zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere ist liebevoll, sanft und mitfühlend.“ „Welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?“, fragte das Mädchen. Bedächtig antwortete die Alte: „Der, den ich füttere.“        Verfasser unbekannt

Mit diesem Text sind wir letzte Woche ins Yoga üben hinein. Der Mai ist geprägt von LEBENSLUST und LEBENSFREUDE. Wie gerne wollen wir diese spüren, erleben, mitten drin sein. Wer sorgt jedoch dafür? Und – wie beharrlich sind wir dabei?

Auch Goethe wusste vom HInundHer in uns, die Worte des FAUST erzählen davon:
Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust,
Die eine will sich von der andern trennen;
Die eine hält, in derber Liebeslust,
Sich an die Welt mit klammernden Organen;
Die andere hebt gewaltsam sich vom Dust (= Staub) Zu den Gefilden hoher Ahnen.
(Faust I, Vers 1112 1117)
Welchen Wolf hat Faust gefüttert?

Der Yoga als Weg der Mitte lebt das SowohlalsAuchVerwirrtes Smiley
stabil und leicht, weich und hart, oben und unten, links und rechts,
männlich und weiblich, Lachen und Weinen ==> ALLES darf sein.
Wir üben uns hin in diesen wohltuenden Gleichmut, eine Gelassenheit, die einfach auch LASSEN kann und damit aus der tiefsten Ruhe heraus lebt.
Sind  die Wölfe miteinander oder gegeneinander?

Wir stehen MITTEN in den Polaritäten des Lebens. Ein HERAUS geht nicht. Nur ein  MITTEN hinein. So weit kommen, Sonne und Regen gleichwertig zu mögen, Sommer und Winter, Liebe und Wut – ALLES ist nur die andere Seite des Einen – ohne würde es nicht sein. Ohne Trauer würden wir Glück nicht als Glück erfahren können. Wir BRAUCHEN die Polaritäten. Darin steckt Bewegung und Bewegung ist Leben.
Ein kraftvoller Übungsweg – BEIDE Wölfe anzunehmen. Den wütenden wie den sanften.Wer tiefer in die Psychologie des Yoga eintaucht erkennt: ALLE Qualitäten gehören zu uns. ANNEHMEN und lieben ist das Zauberwort für Entwicklung und Entfaltung.
Dürfen beide Wölfe sein?

Aus dem Kampfsport, aus der Kriegsführung habe ich in meine Arbeit hinein den Begriff “positiv awareness” geholt. “Schau nach deinen Freunden, dann weißt du wer dein Feind ist” – frei interpretiert heißt das in Yoga, in Energiearbeit: Schau nach dem was dich stärkt, dir gut tut, dich nährt – und erkenne darin all das was dich schwächt, dich zu viel Kraft kostet.”
Also auch hier : Welchen Wolf fütterst du?

Mental Training, NLP der bewusste Einsatz der Gedanken und Worte. Vor dem Wort ist der Gedanke. Vor dem Haus der Plan. Logo. Was denkst du über dich? Wie denkst du, wenn dir etwas misslingt? Kannst du dich loben? Dich wertschätzen? Dir einfach auf die Schulter klopfen, klasse du!?! Und auch wenn es schief ging, respektvoll, annehmend mit sich sein?
Wie sprichst du mit anderen, wie über sie? “Gar nicht mal schlecht” – oder “Richtig klasse, gut!” Was fühlst sich für dich stärker an? Wann wächst du, bist bereit noch mehr zu geben? Beobachte Kinder und du erkennst sofort – im Lob liegt der Same für Wachstum. Lobe dich selbst!
Oder welchen Wolf willst du füttern?

Neuropsycho-Immunologie bestätigt die Weisheit der Alten: bereits der Gedanke, das Gefühl löst eine Reaktion im Körper aus, eine Kaskade an Hormonausschüttungen, an “Befehlen” die wiederrum eine Veränderung hervorrufen. Der Gedanke an anstrengende, traurige, wütende Situationen erzeugt STRESS und schüttet Adrenalin und Kortisol aus. Der Gedanke, das Gefühl an etwas Schönes, Kraftvolles, Beglückendes schüttet Wohlfühlhormone, Endorphine, aus, legales Doping also!
Was denkt dein Wolf?

Zu Wölfen fällt mir dann noch Marshall Rosenberg ein. Mit der Gewaltfreien Kommunikation (Link im Wort) hat er grundsätzliche Gedanken zu unsere Art wie wir miteinander  und zu uns sprechen entschlüsselt. Hier treffen die WolfsOhren aufs GiraffenHerz. Der Wolf hört scharf hin, bezieht auf sich, urteilt. Die Giraffe bleibt offen, hört mit dem Herzen.
Wie oft hören wir etwas, was der andere so gar nicht gesagt, geschweige denn gemeint hat. Da dürfen wir ÜBEN! Absolut empfehlenswert für alle Menschen, die genug von unserer Art zu sprechen und hören haben und bewusst MITEINANDER kommunizieren möchten. Beinahe jede VH bietet hierzu Seminare an, e-net ist eine Quelle an Info.
Was hört dein Wolf? Und welcher?

Noch ein Impuls aus dem Yoga:
Yoga-Frischlinge hören im Kurs die drei wichtigsten Yoga Regeln:
1. Übe achtsam und liebevoll mit dir selbst.
2. Übe achtsam und liebevoll mit dir selbst.
und 3. als wichtigste:
Übe achtsam und liebevoll mit dir selbst.
Schmunzel? Hier lebt das Yoga Sutra II,34. Ahimsa – Gewaltlosigkeit.
Zuerst sich  selber gegenüber, und als Folge, als Konsequenz daraus auch zu anderen.
Wie lebt dein Wolf?

Spruch auf meinem Lesezeichen:
Ich denke von Dir, wie ich wünsche,
dass du über mich denkst.
Ich spreche von dir, wie ich möchte,
dass du über mich sprichst.
Ich handle dir gegenüber,
wie ich wünsche,
dass du es mir gegenüber tust.

Kraftvolle und geistreiche Pfingsttage!
Bald mehr – in mir “brodeln” Ideen, Termine….LEBEN eben!

 

ERGÄNZUNG:   zu  unten Kommentar - rote Rosen regnen.....

 

Liedtext: und.....hören.... gleich noch dazu - Nina Hagen singt...

Mit sechzehn sagte ich still,
ich will,
will groß sein, will siegen, will froh sein,
nie lügen,
mit sechzehn sagte ich still,
ich will, will alles  oder nichts.

Für mich soll's rote Rosen regnen,
mir sollten sämtliche Wunder begegnen.
Die Welt sollte sich umgestalten
und ihre Sorgen für sich behalten.

Und später, sagte ich noch,
ich möcht verstehen,
viel sehen, erfahren, bewahren,
und später, sagte ich noch,
ich möcht' nicht allein sein
und doch frei sein.

Für mich soll's rote Rosen regnen,
mir sollten sämtliche Wunder begegnen.
Das Glück sollte sich sanft verhalten,
es sollte mein Schicksal, mit Liebe verwalten.

Und heute sage ich still,
ich sollt, mich fügen, begnügen,
ich kann mich nicht fügen,
kann mich nicht begnügen,
will immer noch siegen, will alles, oder nichts.

Für mich, soll's rote Rosen regnen,
mir sollten ganz neue Wunder begegnen.
Mich fern, vom alten Neu entfalten,
von dem was erwartet,
das meiste halten.

Ich will..., Ich will...!

 

Ein Lied FÜR MICH - vielleicht auch für dich?

Ich will auch ALLES.

Ich will!

Dazu gehört KLARHEIT!

Neugier und MUT!

Bin gespannt was da KOMMT!

Und- Rosen haben Blüten, Duft, Dornen!

Es ist der Zauber des Wunders - das unglaubliche, undenkbare,  auch unerklärbare, nicht erwartete-

WUNDER!

Danke Tani Mara für deinen Impuls, DU bewegst  und berührst mich!


 

3 Antworten

  1. Tani Mara

    ACHTSAMKEIT

    fällt mir spontan beim lesen deiner Zeilen ein:

    Ich denke von Dir, wie ich wünsche,
    dass du über mich denkst.
    Ich spreche von dir, wie ich möchte,
    dass du über mich sprichst.
    Ich handle dir gegenüber,
    wie ich wünsche,
    dass du es mir gegenüber tust.

    GENIAL von wem stammt er????

    Viel “Material” zum üben
    DANKE

    TM

    UND MORGEN:

    für dich solls ROTE ROSEN regnen…..

    dir sollen sämtliche WUNDER begegnen

  2. Hildegard

    Die goldene Regel , die unser Leben vergoldet :o)
    Finden wir in vielen Kulturen, Weisheitsschriften.

    schau mal da:

    http://www.dober.de/reli-rallye/goregel.html

    Ja, die roten Rosen. Dieses Lied geht gerade MIT MIR.
    Und wie sie da singt: “Für MICH solls rote Rosen regnen…”
    Sie erwartet nicht DU sollst mir die roten Rosen streuen.
    Sie beginnt erstmal bei sich.
    FÜR mich … erst wenn ich , dann kann ich dir…
    Liebe deinen Nächsten WIE dich selbst!

    Ich schreib gleich nochmal im Blog dazu…..

  3. Tani Mara

    Für MICH …
    hm
    also gestern hab ich definitiv den falschen Wolf gefüttert
    und es regnete keine ROSEN für mich
    manchmal ist es sehr schwer
    aber immer wieder NEU
    ein ÜBEN

    und ROSEN regnen lassen…

    DANKE

  4. […] Rudi – und mein Herz lacht. Ja, auch anstrengendes gab es. Doch halte ich es gerne so wie in der Geschichte mit den Wölfen: ich nähre DAS was groß, kraftvoll werden […]

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