FASTENZEIT – einfach anders leben? Impulse

FASTENZEIT – einfach anders leben? Impulse

Fasten= festhalten, betrachten, beobachten – sich selbst – MEINS darin finden.

Nicht weg von, sondern ein HIN ZU – zu dem was ich will.

Fasten- 40 Tage anders leben.

40 – da ist Platz für sichtbare, langfristige Veränderung. Es ist der Weg – zu Ostern hin.

Ostern als Fest des Lebens, der Auferstehung.

Wir suchen etwas, dafür unterschiedliche Wörter: Sinn. Orientierung. Leben. Ordnung. Klarheit. Wesentliches. Wichtigste. Göttliche. Das was IST.

Darin immer die UrSehnsucht – Wer bin ich eigentlich?

Oft sind wir uneigentlich. Stehen in unseren Leben, in Rollen, in Aufgaben, Zwängen, nicht immer frei erwählt, mitunter einengend. In all dem, VIEL LEBEN, wo bleibe ich? Warum bin ich so schwer, warum so schwer mich zu freuen, weiß ich was ich wirklich will, was ich wirklich brauche, wohin ich wirklich will?

Hilfreich: Welcher Mensch möchte ich werden, welcher Mensch möchte ich am Ende dieses Lebens sein?

Der Alltag ist VOLL, voller Aufgaben, Verpflichtungen, wir springen von verschiedensten Rollen in die Nächste und verlieren in all dem WILD den Kontakt zum Wesentlichen. Und wenn aus all dem vielen wilden Leben keine Kraft mehr ist, wir unsere Energien verbrannt haben – sind wir leer, erschöpft, ausgebrannt.

Püh.

Soll das so sein? Soll das SO bleiben?

Fastenzeit mag ein Geschenk sein, ein Geschenk einfach mal 40 Tage ANDERS zu leben. Gewohnheiten anzuschauen, ob sie wohltuend sind, kräftigend, nährend, oder eher kraftzehrend, erschöpfend.

Wir kennen unsere persönlichen Kräftezieher, kennen unsere Abhängigkeiten. WO ist der Grenzübertritt zwischen ich genieße und entscheide und ich brauche? Ab wann wird eine Gewohnheit einengend?

Ein Indiz mag meine Stimmung sein, mein Gefühl, meine Gedanken. Wenn ich mich OHNE mies fühle, wenn meine Gedanken ständig um etwas kreisen, dann blockiert das meine LebensEnergie, meine LebensFreude.

Fasten als Impuls BEWUSST etwas für einige Zeit zu LASSEN. In diesem lassen neuen Raum schaffen – der achtsam wahrgenommen und auch gefühlt werden mag. Wenn ich den Alkohol weglasse – was trinke ich bewusst stattdessen, tue ich bewusst stattdessen?
So ist Fasten nicht zwangsläufig ein darben, ein aufgeben – genauso gibt es Raum für NEUES: regelmäßig einen Abendgang um die Felder/den Häuserblock, Zeitfenster planen für Momente auf der YogaMatte, für ein gutes Buch, für Momente der Stille.

Es geht auch nicht darum jemand anderem zu zeigen, zu beweisen : sieh her, ich kann das. Es ist eher stiller, eher ein entdecken an uns selber, was sonst unsichtbar ist.

Hilfreich ist wohl das Reinigen, welches als Grundqualität uns im Februar schon begleitete. Verstaubtes, blockierendes wegräumen um Raum zu schaffen für Neues. Das braucht schon eine Portion Mut. Denn jede Veränderung holt uns aus der Komfortzone. Wie ist es nach der Veränderung?

Neben all dem Tapas, der Disziplin und Energie aktiv etwas dabei zu tun, ist da auch die Passivität. Das Lassen. Offen werden für eine feinere Energie, offenwerden für das, was ich selber nicht tun kann, was mir geschenkt wird.

Spannend. Bereit für die Überraschung LEBEN?

FASTEN

Fastenzeit als Geschenk, als Gelegenheit, die köstlichen Kostbarkeiten, die verborgenen, zu finden, neu zu entdecken, neu wertzuschätzen.

Auch im erkennen, wie viel wunderbare Fülle in unserem Leben bereits vorhanden ist.

Nimm es als Angebot – als Chance – auf eine klar begrenzte Zeit ANDERS zu leben.

Auszuprobieren, alte Muster, Gewohnheiten „einfach“ mal zu lassen, wenn einfach denn geht.

Auszuprobieren, NEUES kennen zu lernen, neue Rituale zu schaffen, die das Leben stärken, nähren.

Auf scheinbar Unverzichtbares freiwillig zu verzichten. Nutze ich dieses oder werde ich schon benutzt, gesteuert?

Eine Zeit richtige Fragen zu stellen um richtige Antworten zu finden.

Auszuprobieren auch all jenes, was ich immer schon gerne mal testen wollte.

So sind Fastenvorhaben nicht unbedingt ein Darben, nicht dürfen – sondern eher das Geschenk das ANDERE zu entdecken. Möglichkeiten statt Grenzen.

FINDEN im Suchen. Nicht das was wir nicht haben. Sondern das, was schon immer da ist,. Das Übersehene. Das Geringgeschätzte. Das Unscheinbare. Das Gegebene. Neu entdecken, achten, erkennen, annehmen.

Der Yoga gibt den Impuls mit  (weiterlesen...klick)  PRATYAHARA die Sinne achtsam einzusetzen, sie zu schulen, immer wieder die Außenfühler „einzufahren“ um nach innen sinn(en)voll zu spüren, zu hören, zu sehen…

Zeiten der BeSINNung verbinden mich mit meinen Sinnen. Dies kann ich sehr alltäglich leben. Sinnenerfüllt Schmecken. Beim Essen und Trinken schmecken, was ich zu mir nehme. Am einfachsten indem ich ausschließlich esse, das Buch liegen lassen, TV aus, nur schmecken.

Wenn ich esse, dann esse ich.

Wie schmeckt mein Essen wenn ich schweige? Wie erschmecke ich im Dunkeln? Es gibt DUNKELRestaurants!

Welch Konzert der Geräusche in diesen Tagen. Wie viel davon tut mir gut? Wie viel parallel hören geht? Multihören? Welche Geräusche sind wohltuend? Höre ich die Musik während ich nebenbei arbeite, aufräume, putze, jogge?

Wenn ich höre, höre ich.

Wunderbare Zeit für ein Konzert, Zeit in der Natur das Orchester der Vögel zu genießen. Den Frühling erhören!

Wie müde manchmal meine Augen abends sind. Sicher der PC, doch auch die vielen anderen Visuellen Informationen die tagtäglich in mich strömen. In diesen Tagen ganz bewusst fokussieren, betrachten, eintauchen meinen Blick in das aufbrechende Leben. Auch die Weite genießen, den Blick schweifen lassen.

Wenn ich sehe, dann sehe ich.

Augensäckchen sind wohltuend. Yoga üben mit geschlossenen Augen spannend.

Frei nach Kurt Marti: Schau! Hör! Riech! Schmeck! Greif! Lebe! – Gott atmet mehr in dir als du selbst.

Die Fastenzeit als Impuls, EINFACH nur bei dem zu sein, was ich eben tue, bin. JETZT.
Dazu diese Geschichte:

Glücklich sein

Ein Mann wurde einmal gefragt, warum er trotz seiner vielen Beschäftigungen immer so glücklich sein könne.
Er sagte:
"Wenn ich stehe, dann stehe ich,
wenn ich gehe, dann gehe ich,
wenn ich sitze, dann sitze ich,
wenn ich esse, dann esse ich,
wenn ich liebe, dann liebe ich ..."
Dann fielen ihm die Fragesteller ins Wort und sagten:
"Das tun wir auch, aber was machst Du darüber hinaus?"
Er sagte wiederum:
"Wenn ich stehe, dann stehe ich,
wenn ich gehe, dann gehe ich,
wenn ich ... "
Wieder sagten die Leute:
"Aber das tun wir doch auch!"
Er aber sagte zu ihnen:
"Nein -
wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon,
wenn ihr steht, dann lauft ihr schon,
wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel."

und:

Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart,
der bedeutendste Mensch ist immer der,
der dir gerade gegenübersteht,
das notwendigste Werk ist stets die Liebe.
Meister Eckehart

KunterBuntWilde IdeenSammlung: zu Fuß gehen – selber Brot backen – auf Alkohol verzichten – Zeiten zum singen – Stille Orte aufsuchen – hinhören üben – anderen Aufmerksamkeit schenken – Fleisch weglassen + Gemüse genießen – jeden Tag 10 Minuten nach innen schauen – geduldig sein – langsamer gehen und sprechen – 5x5 Atemzüge über den Tag verteilt innehalten – jemanden in den Arm nehmen – Loben – etwas Neues lernen: stricken, ein Instrument, Sprache … - spielen – zu Fuß gehen – Lachen – vor dem Essen innehalten: Danken, beten – malen – weniger ist mehr – einfacher leben – neue Ordnung in Haus, Schrank, Keller – jeden Menschen freundlich grüßen – ein Gedicht lernen – einen Wert neu kultivieren:

FastenZeiten in der Bibel – sind oftmals 40 Tage erwähnt. Sei es Mose, Elia, Jesus. Die Wüste als Bild des Verzichts, als Symbol- ja , dieser Weg kann anstrengend sein, kräftezehrend. Kargheit, Trockenheit, der Alltag weit weg, Weite und Leere – hier bin ich ganz auf mich geworfen. Hier ist Raum, ich kann mich dem Öffnen was da in mir ist.

Hilfreich:

Notiere deine Vorsätze, Ideen so klar und konkret wie möglich. Was tun, was lassen. Hilfreich ist ein Heft für deine Notizen, die Erfahrungen in dieser Zeit.

Sei realistisch und nett mit dir: lieber ein oder zwei Vorhaben die dann auch gelingen als jetzt alles umzukrempeln und nachher frustriert zu sein, weil es einfach zu viel auf einmal ist.

Bei der Wahl und deiner Wegstrecke sei ehrlich und echt mit dir selber – verzichten auf etwas was nicht an einem zwickt ist nicht wirklich eine Herausforderung.

Und wenn es heute nicht klappt? All die guten Vorsätze heute nicht zu leben waren? Dann sei nett mit dir, liebevoll – und fang morgen einfach neu an.

Super übrigens wenn genau das passiert ist, denn dann kommst du tiefer mit den richtigen Fragen. Warum konnte ich nicht widerstehen? War dies Ersatz für etwas anderes? Welches Bedürfnis liegt darunter?
Was macht z.B. Wein – weich  – was könnte mich noch entspannen?
Schokolade – die Glückshormone ausschüttet – was würde noch diese auslösen

SOS –Plan erstellen und sichtbar aufhängen für den Fall – heute, jetzt geht gar nichts mehr. Sammle das, was DIR hilfreich ist in solch einem Moment. Flott laufen, ein Telefonat mit einem Freund, Blumen, eine YogaÜbung….

Und das Leben beschenkt uns – wenn in dieser Zeit etwas Besonderes ist, dann lebe diesen Tag voller Freude – und beginne am folgenden Tag wieder in deinem Vorhaben weiterzuleben.

Du brauchst dich auch nicht rechtfertigen vor Menschen, die deine Vorsätze, deine Ideen nicht teilen. Steh zu dir-mach.

Und „danach“? Wie geht es weiter wenn diese 7 Wochen vorbei sind? Was willst du weiterpflegen, wie evtl. die guten Ansätze im Alltag integrieren und Raum für ……?

Viele tolle Gedanken bei 7Wochenandersleben - ANDERE ZEITEN

2 Antworten

  1. Tani Mara

    und wieder eine Gemeinsamkeit – SISTER
    bin schon lange bei den 7WochenAndersLeben dabei ♥

    tut mir unendlich GUT
    diese Seelenverwandschaft

    DANK

    geh jetzt ins Wasser
    saucha
    Basenbad

    ♥ TM

    • Hildegard

      Smile.
      Mir auch!
      Ich genieße dies VIEL:
      die Fastenbriefe
      heute die Sonne
      das Family-Essen bei meinem Bruder – und sein Haus war VOLL :o)
      jetzt die Stille im Haus
      DICH!

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