Qualität des Übens – Yoga Sutra – sthira sukham asanam

Qualität des Übens – Yoga Sutra – sthira sukham asanam

Im Yoga Sutra, geschrieben in der Zeit ca. 200 v.Chr.-200 nChr. vom Gelehrten Patanjali, finden wir passende Informationen, WIE unser Üben sein soll. Es geht um die QUALLITÄT.  HIER bildet sich der Unterschied zur Gymnastik!

Yoga Sutra   -   II.46-48 – weniger ist mehr – mit diesen drei Sutras ist alles gesagt,
was das Leben des Yoga ausmacht.

II.46:  Definition + Inhalt

Sthira-sukham asanam – stabil –
glücklich – Sitz-Haltung-KörperPraxis

ASANAM Sitzhaltung – Körperhaltung – Lebenshaltung
Richtige Maß an Anstrengung und Entspannung
Diesen Zustand in jedem Augenblick wiederfinden ist Ziel der Übung.
Auf dem Weg hin zum vorurteilsfreien Betrachten der Welt erforschen wir über den Körper
dieses Gebiet. Den Körper können wir ANFASSEN. Als grobstofflichster unserer
vier Körper reagiert er auch unmittelbarer. Dies üben soll nach Patanjali gleichsam „hart und weich“ sein, angenehm.

II.47: Aspekte die zum Erreichen der Ziele notwendig sind

prayatna shaithilya ananta
samapatti bhyam – Atem weich, die Konzentration (Ausrichtung des Geistes) auf
das “Zischen” des Atems (ujjayi)

Sich im Üben immer weniger anstrengen, wenn…
… die passende Geisteshaltung darin: ausrichten auf das Unendliche – hieraus die Stabilität.
Sich von dieser tragen lassen, dann wächst innere Stabilität. Hier kann ein Glück
aufbrechen, unabhängig von äußerer Freude, Anerkennung oder Erfolg. Daraus
entsteht innere Festigkeit im Sinne klarer Ausrichtung, wenn ich in eigener
Mitte ruhe.

II.48: Ergebnisse zu erwarten

tato dvandva an abhighatah –
Sieg über die Polaritäten – Freiheit!

Daraus entsteht Unempfindlichkeit gegenüber Gegensatzpaaren -
Hitze/Kälte, Freude/Leid, Erfolg/Scheitern, Anerkennung/Ablehnung, Liebe/Hass, Leben/Tod.
Sind an diese Paare gebunden, wenn wir das eine vermehren, das andere vermeiden wollen.
Leben wir jedoch aus inneren Stabilität – löst sich Bindung an Gegensatzpaare, werden nicht mehr
hin-und hergerissen, sind nicht mehr Spielball unserer Bindungen. Kein entweder/oder – sondern ein Zugleich.

==> hier zeigt sich das philosophische Verständnis von Asana in der yogischen Lebenshaltung

Stärkung des Körper mit dem Ziel, Hindernisse des Geistes auszuräumen bleibt nicht auf der Matte.
– Wirkung zeigt sich im Alltag – weist ins Leben.

In der Welt der Gegensätze - die uns hin und her reißen.

Sitzen – ist dann - ein Ruhen in uns selbst.

Nicht mehr daran gebunden dem einen Nachzujagen und das andere zu Vermeiden –
erkennen  die Vergänglichkeit all dieser Dinge.

Körper – grobstofflichste Aspekt

Geist -  feinstofflichste Element

Atem - Bindeglied zwischen Kö und Geist

Als Vermittler hilft er uns den Aspekten von II.46-48 näher zu kommen.

==> wenn es uns gelingt Bewegungen und Haltungen bewusst mit Atem zu verbinden

==> verfeinert die Praxis

==> Zugang zu tieferen Dimensionen unseres Seins

So Asana Praxis keine Gymnastik, sondern ==>  Ziel ==>  Wirkkraft der Asana auf allen
Ebenen zu durchdringen, auch symbolisch.  Die äußere Haltung mit innerem Wesen zu erfüllen.

In Qualität von ananta ==> ohne Ende ==> Fließen ist möglich wenn

==> Atem -  dirgha suksma – lang und fein

==> Körper - sthira Sukha – stabil und glücklich

==> Geist - ekagrata – auf Eines ausgerichtet

Während dem Üben ==>  Körperbewegungen in feinere Bewegung des Atems eingebettet, beide vom Geist mit Achtsamkeit und Bewusstheit gelenkt

Yoga Weg der Transformation ==>  Asana Werkzeug

Wichtig dazu: Geist muss dabei sein, innere Motivation spürbar sein

Atem zeigt ob wir bereit sind für weitere Schritte, wenn ==>  Ausgleich zwischen passender Anstrengung
und Lösen überflüssiger Anspannung – im Sinne von abhyasa und vairagya

Atem gleichermaßen fein, lang und kraftvoll ==> finde so richtiges Maß für Dauer eines gehaltenen Asana
Klasse Seite mit viel Yoga Sutra und den passenden Übersetzungen: ==>

http://de.ashtangayoga.info/philosophie/yoga-sutra-patanjali/kapitel-2/

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  1. […] ist leicht zu lesen und geht tief hinein, ohne dabei mit dem Zeigefinger zu weisen.  Anhand der Yoga SUTRAS gehen wir in diesem Buch den Weg der Menschen. Es sind genau DIE Themen die du und ich auch kennen! […]

  2. […] Sutra 2, nach Sthiram sukham Asana = intensive Mühe mit gleichzeitiger Ausrichtung aufs […]

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