Muscheln in meiner Hand —Teil–4-Zweifacher Sonnenaufgang -Zusammenfassung

Muscheln in meiner Hand —Teil–4-Zweifacher Sonnenaufgang -Zusammenfassung

 

Eigentlich ist es einfach und darin perfekt und zart.
Es geht um... Beziehung. Die reine Beziehung.
Sie wird leicht zerstört durch eine Lawine aus Leben und Zeit.
Am Anfang, zu Beginn jeder Beziehung…. ist sie rein, einfach, unbeschwert.
Es ist eine in sich geschlossene Welt zweier Menschen  ( gleich ob Freund, Geliebte, Mann, Kind).
Darin frei von Bindungen oder Ansprüchen, darin NOCH nicht belastet von Verantwortung, Sorge um Zukunft, Verpflichtung an Vergangenheit.
Und… es ist UNMÖGLICH dies zu bewahren.
WEIL… Leben komplizierter = vielfältiger wird UND in allem Leben WECHSEL, WANDEL liegt. Ist natürlich.
Das Leben mit seinen Themen greift nach uns.

Ok , was tun?

Hilfreich kann sein:
Das Erstickende immer wieder zu entfernen: falsche Wertbegriffe, Gewohnheiten, Belastungen.
Jap- die muss ich erst mal erkennen!

Als FRAU finden wir in jedem neuen Kind etwas von dieser ursprünglichen,
anfänglichen, reinen Beziehung.
Der geschlossene magische Kreis, das Wunder zweier füreinander existierender Menschen wird hier wieder spürbar.
Es ist ein kurzes Zwischenspiel und KEIN Ersatz für die ursprüngliche umfassendere Beziehung.
Eben weil Leben weiter geht.

In unseren verschiedenen Formen Leben zu leben entsteht ein „mir fehlt da was“, erkenne: entbehre z.B. Kontakt, Beziehungen, schöpferisch sein…
Die Versuchung mag groß sein, in einer neuen Liebe alles anders zu leben. Doch jedem Anfangsstadium folgt der Wandel.

So stellt sich die FRAGE:
Können wir uns wirklich in jemand anderem wiederfinden, in der Liebe des anderen?

Meister Eckhart gibt einen Impuls:
Unser wirkliches ICH finden wir nur, wenn wir
„unsere eigene Tiefe ausloten und uns selbst kennen lernen“.

FINDEN… in einer schöpferischen Tätigkeit, die ihren Ursprung in uns hat. Paradoxerweise, wenn wir uns selbst verlieren.

Ja. Manche Beziehungen können nie mehr wieder hergestellt werde. Aus den verschiedenen Bedürfnissen heraus sind sie in verschiedene Richtungen gelebt, auseinander gelebt. Der kurze Augenblick eines „gemeinsamem Sonnenaufgangs“ mag das einzige sein, dessen sie fähig waren. Doch gründete dieser nicht in einer tieferen Beziehung.

Wenn der eigentliche Kern da ist, muss er nur freigelegt und bestätigt werden.
Sich DAFÜR immer wieder Zeit und Raum nehmen, an die Wurzeln der ZWEI-SAM-keit. Das gilt für Paare ebenso für Kinder einzeln mit einem Elternteil. Wir wollen alle ausschließlich geliebt werden.

Auden schrieb:

„Denn im innersten Gebein,
jeder Frau und jedes Mannes,
bohrt der nie erfüllte Wunsch:
Nicht All-Liebe zu erfahren,
nein, geliebt zu sein allein.“

Doch wir irren, wenn wir meinen, DIE eine und einzige Liebe (Partner, Mutter, Geborgenheit) sei dauernd und immer und ewig.
Es gibt kein Ein und Einziges.
Es gibt nur die ein – und einzigen Augenblicke.
Sie allein sind gültig, aber nicht ewig.

Die reine Beziehung ist räumlich und zeitlich begrenzt. Sie würde in der Ausschließlichkeit das übrige Leben ausschließen, DOCH das Leben muss weitergehen.

UND… in solchen feinen Augenblicken Kräfte sammeln, sich nähren lassen
und sich damit abfinden: es gibt keine Dauer Rückkehr,
Leben lebt, Leben fließt, Leben wandelt.

JEDE Beziehung ist im Verwandlungsprozess, Erweiterungsprozess
und muss sich und wird sich immer neue Formen schaffen.

Die Sonnenaufgangs Muschel – ein Symbol für das 1. Stadium.
Ein kleiner Raum aus dem man herauswachsen MUSS---
die ewige GÜLTIGKEIT alles Schönen und Vergänglichen.

zeitnah folgt   . ...Teil 5...AUSTERNBANK

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