PfingstGedanken von Veit -LebensGedankenTeilen

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Veits Blog Der heilige Geist – modern interpretiert

Eine unorthodoxe Annäherung an den Pfingstsonntag.

Heute ist Pfingstsonntag. An Feiertagen nehme ich mir gern Zeit nachzuforschen: Woher kommt der Brauch? Was steckt dahinter?

Heute ist der Tag, an dem Christen die Sendung des Heiligen Geistes feiern. Im 2. Kapitel der Apostelgeschichte werden die Erfahrungen der Jünger Jesu beim Pfingstfest, in Jerusalem, folgendermaßen geschildert:

„Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“

Ich bitte vorab alle überzeugten Christen, mir meinen entspannten Umgang mit Worten wie Gnade oder Heiliger Geist zu verzeihen. Ich nähere mich ihnen mit tiefem Respekt und … großer Unschuld.

 

Mir hat kein Theologe den Heiligen Geist erklärt. Ich habe ihn erfahren. In hellen und auch dunklen Momenten meines Lebens. Ich bin mir sicher, dass wir alle hin und wieder von DEM geküsst werden, nur bezeichnen wir diese Begegnung mitunter sehr verschieden. Um mit dem persischen Dichter Rumi zu sprechen:

“Draußen, jenseits der Vorstellungen von Richtig und Falsch, liegt ein Feld. Dort werden wir uns treffen. Wenn die Seele sich daselbst ins Gras niederlässt, ist die Welt so voll, dass davon niemand mehr zu reden vermag. Vorstellungen, Sprache, selbst der Ausdruck einander – das alles ist dann sinnlos geworden….”

Wir dürsten alle nach diesem frischen Geist des Lebens – nach dem tieferen Sinn, der stillen Glut, dem ekstatischen Schauer. Wir brauchen diese Elementarkraft des Staunens, diesen Kuss der Unendlichkeit – um im Hamsterrad der alltäglichen Verpflichtungen nicht zu vergessen, wer wir sind und woher wir kommen.

Wir sind Sternenstaub. Nichtig und wichtig. Winzig und groß. Endlich und ewig. Völlig banal und komplex-mysteriös.

Trotz all der weltlichen Herausforderungen, mit denen jeder von uns täglich konfrontiert ist – Job, Erziehung, Finanzen,… ist es so wesentlich, immer wieder jenen Raum der Weite in uns zu suchen und zu finden. Wir können uns ihm zum Beispiel durch Humor, Meditation, Sex und Hingabe öffnen.

 

Ohne diesen heiligen Funken verrennen wir uns schnell auf dem Fleischklöpschenlevel unseres Daseins: Wir werden geboren, ackern uns ab, essen, vögeln, werden alt und sterben wieder. Da fehlt etwas!

Die Magie des Lebens.

Wir müssen dafür nicht an Gott glauben. Es braucht lediglich ein offenes, drängendes Herz und einen stillen, empfänglichen Geist.

„Ich versuchte, ihn zu finden am Kreuz der Christen, aber er war nicht dort. Ich ging zu den Tempeln der Hindus und zu den alten Pagoden, aber ich konnte nirgendwo eine Spur von ihm finden. Ich suchte ihn in den Bergen und Tälern, aber weder in der Höhe noch in der Tiefe sah ich mich imstande, ihn zu finden. Ich ging zur Kaaba in Mekka, aber dort war er auch nicht. Ich befragte die Gelehrten und Philosophen, aber er war jenseits ihres Verstehens. Ich prüfte mein Herz, und dort verweilte er, als ich ihn sah. Er ist nirgends sonst zu finden.“ (Rumi)

Der Autor Neil Douglas-Klotz hat eine weitere erstaunliche und durchaus logische Erklärung für den Begriff “Heiliger Geist” gefunden. Wenn es Jesus wirklich gab, hat er Aramäisch gesprochen. In dieser Sprache kann ein und dasselbe Wort – kontextbezogen – eine völlig andere Bedeutung besitzen. Das aramäische Wort für Geist steht auch für Atem. Was, wenn Jesus nicht nur ein Mystiker, sondern auch ein Bioenergetiker war, der um die heilsame und bewusstseinsverändernde Kraft des Atems wusste? Jeder, der sich mit bestimmten Atemtechniken aus dem Yoga oder auch des Holotropen Atmens auskennt, weiß, welche inneren Räume dadurch geöffnet werden können.

In diesem Sinne wünsche ich dir heute, am Pfingssonntag ein tiefes, bewusstes Durchatmen und eine Öffnung für DAS, was sich nicht in Worten fesseln lässt.

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PS: SeelenGevögelt

In unserer Arbeit ist es uns ein Anliegen, das uns allen innewohnende Heilige in einem integralen, undogmatischen Kontext auf die Straße, in den Alltag, die Arbeitsplätzen und die Kneipen zu bringen. Da viele altehrwürdige Worte oft durch Dogmen verzerrt wurden, suchen wir gern nach unverbrauchten Begriffen für DAS.

So fand Andrea vor einigen Jahren ein ungewöhnliches Wort, mit dem wir den Moment beschreiben, in dem ein Mensch vom Heiligen Geist des Lebens geküsst wird: SeelenGevögelt. Mittlerweile hat das gleichnamige Buch in die Hände vieler „ganz normaler“, sehr verschiedener Menschen gefunden und die Leserbriefe zeigen uns – ob Promi oder Sträfling, Atheist oder Gläubiger, Jung oder Alt – die meisten wissen sofort, was gemeint ist.

Hier ein passender Auszug daraus.

An was auch immer du glaubst, ich wünsche uns allen heute einen Kuss des Heiligen Geistes – mitten hinein in das Wunder unseres Alltags.

Ich wünsche dir einen frohen Pfingstsonntag.

In Verbundenheit, Veit

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POW Veit - DIESES Wort ist heftig. Für mich! Meine Gedanken zu Pfingsten:

Dieser Heilige Geist wird in alten KirchenTagen als weibliche Seite des Göttlichen gesehen. Die Weisheit. Eine Kraft, die beseelen, verwandeln, erneuern kann. Dabei unsichtbar wie der Wind.  Doch spürbar. wie ein frischer Wind durchs Herz. Ein brennen für das Leben. Pure BeGEISTerung. Unerklärliche Inspiration. Erfahren, dass ich selbst eine Stimme habe. Dass meine Erfahrung es wert ist, gehört zu werden. Aus diesem heraus mit Mut, Entschlossenheit, mit innerster Stärke. Manches kann ich nicht aus mir hersau erklären. Da ist einfach was Grösseres. Manche nenne das GeistKraft. PfingstGeist. Der Geist der Großen Göttin. Dieser Geist befeuert mich. Schlägt Funken und Feuer. Und kommt aus einer anderen Dimension. Das ist nicht mein WILLE, das ist zuinnerst ein LebensFunke der auflodern will, nein muss. Lese bei Christina Brudereck, Theologin im Rheinland:

"Ich persönlich stelle mit die Heilige Geist Kraft am liebsten vor als eine Pippi Langstrumpf. ...immer dann wen nich verzagt bin, klein fühle, "Annika-Seiten"...Pippi.... die Stimme, die mich ermutigt, meine Stimme zu nutzen. Die mich auffordert, beherzt zu sein. Die mich mitreißt, die Welt zu verändern, zu beschenken und neu zu sehen. Sie schürt die Hoffnung, wenn  mein Herz müde ist. Sei beschenkt mich mit kühnsten Träumen und mit dem Mut, sie zu verwirklichen. Sie ist die Kraft, die ich nie beweisen könnte, die mich aber trägt.

Sie singt: Das Leben ist zum Glück und Selig-Sein. Brüderlein, Schwesterlein, komm tanz mit mir.... komm, ich küss dein Herz gesund."

Gut. Das ist gut . Diese PippiGeistKraft. Die soll in uns wehen, uns durchpusten, unterbrechen, öffnen. Erneuern um Großen zu wagen. Leben eben.

Das mit der AtemKraft. Wird völlig unterschätzt. DA öffnen sich Türen. Wir können auf vieles eine Weile verzichten, TV, Essen, Wasser - doch nicht auf den LebensAtem. Odem. Prana. Was wird sein wenn ich wirklich das Leben atme?

4 Antworten

  1. Corina

    Ich grinse …. staune …
    Habe den Veit ganz anders gelesen, nicht SEELENGEVÖGELT blieb bei mir hängen. Vielleicht weil ich Veit und Andreas` Blog schon länger lese und deren kräftige Sprache kenne.
    Nein, mir war die “Übersetzung” des Heiligen Geistes so wichtig!
    Da wir im Yoga viel mit dem Atem arbeiten, finde ich die Vorstellung, dass mit dem hl. Geist mein Atem gemeint ist, wundervoll!!!!

  2. Ja ich mag auch den anderen, vielleicht ver-rückenden Ansatz:

    der Heilige Geist —-> ruach – prana – odem – Atem.

    Feiner als mein Atem. viel feiner. Das geistig Göttliche. In meinem Atem. In jedem Atemzug.

    was ist denn im Atem?

    In der Bibel – und Gott hauchte Atem, ODEM ein.

    LEBEN!

    Den LebensHauch.

    Der in mir pulst.

    Der mich bewegt, wenn ich mich drauf einlasse, auf all das fein Göttliche.

    Und dann spüren – ich atme gar nicht. ES atmet mich. Tiefer im Yoga dann das erleben :

    Der Atem wird SOOO fein, dass du ihn nicht mehr spürst. DU bist atemlos. Still. DAS ist das göttliche. Pur. Satt. Heilige Geistin in mir!

    Und Corina: Ich LIEBE es mit dir zu philosophieren, zu WortTanzen, zu graben und zu finden. :o)

    HerzGruß, H

    Hast du schon die “SCHÖNSTE FRAU” gefunden?

    SOOOOO gut!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  3. Corina

    Danke!
    Habe “die schönste Frau” gefunden!
    Wundervoll!

    Sarah Connor gibt dieses wunderschöne Gefühl mit ihren Worten an ihren 13-jährigen Sohn (gerade vom Leben geschüttelt) zurück.

    https://www.youtube.com/watch?v=w8o5LHxRq5U

    Sehr berührend für mich!!!
    Nachdem ich das Lied zum ersten Mal hörte, habe ich meinen Söhnen gesagt, wie schön und wunderbar ich sie finde.

  4. Grüße an die SCHÖNSTE FRAU von der schönsten Frau!

    Ja, das Lied ist berührend. Für mich auch.
    H

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