KlassenTreffen – JahrgangsTreffen – was passiert da?

KlassenTreffen – JahrgangsTreffen – was passiert da?

in KinderSchuhen -copyright by Hildegard-sichtbarYOga

Was passiert da? Wir haben uns gefühlte 100 Jahre nicht gesehen, Welten und Zeiten des Lebens liegen dazwischen, Zeiten der Veränderung, der Entwicklung.

Werden wir uns erkennen oder brauchen wir Namensschilder auf der Stirn?

Nun sitzen wir beieinander, haben uns in echt tatsächlich 30, 40 Jahre nicht gesprochen – und – ich staune – wir sind uns sofort SO nah, so vertraut. Ich habe mich mit einem Freund darüber unterhalten, weil es tatsächlich sehr erstaunlich ist. Unsere Erklärung dafür:

Wir sehen im anderen auch das vertraute Kind, den Spielgefährten aus Kindergarten und Grundschule. Erkennen in seinen Gesichtszügen, in der Mimik den kindlichen Freund. Und werden selbst in unserer Kinderseele gesehen.

DAS ist es:

Da sieht mich jemand in meiner Kinderseele, die vertrauensvolle, die lachende, die offene. Heute sind wir die Erwachsenen, tragen fein unsere verschiedenen Masken, Rollen. Das Kind in uns bleibt meist verborgen, versteckt, unerkannt. Wie schön ist es, in eben diesem FEINEN erkannt zu sein. Mir fällt „Avatar“ ein. „Ich sehe dich“ – als tiefster Ausspruch der Seele. Ich sehe dich wie du mal warst, wie du angefangen hast, wie du auch sein kannst, wie du wohl immer noch etwas bist, wie du im tiefsten Inneren auch bist.

Da gehen die Türen einfach auf. Selten haben wir in den späteren Jahren solch eine innige, tiefe Vertrautheit. Kindheitserinnerungen schweißen zusammen. Verbinden uns auf immer und ewig.

 

Spannend auch die Veränderung der anderen zu sehen (denn das ist ja immer leichter als die eigene). Da sieht jemand ganz genauso aus wie damals, Frisur, Kleidungsstil, Bewegungen, Mimik. Ein anderer ist 1:1 die Eltern. Die kannte man ja gleich mit, und nun steht er/sie als Spiegel seiner Eltern da. Jaja, die Gene. Auch interessant- da gibt es die, die unerkannt sind. Sie haben sich zumeist so sehr verändert dass erst mit dem Nachfragen ein „Aha, du bist das“ kommt.

Der Impuls für mich – WER, WIE bin ich heute? Wie viel Kind ist noch erkennbar, sichtbar, spürbar? Bin ich die/der, die ich werden wollte? Bin ich mir vertraut, bin ich mit mir verbunden oder bin ich mir fremd? Vielleicht auch mal die Zeit, sich selber vorzustellen, zu erforschen, neu kennen zu lernen.

Spannend. Dabei einfach viel SPASS!

 

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