GANZ-heitlich GROSS REINEMACHEN – Yoga und Fastenzeit.

GANZ-heitlich GROSS REINEMACHEN – Yoga und Fastenzeit.

Frühjahrsputz. Der Frühling, der März schenkt uns wunderbare Energie zum REINIGEN. Uralte Wege der Transformation, Änderung. Es gilt – Überflüssiges loszuwerden. Freier zu werden.

Wo ist was zugestellt, zugeräumt, vollgestopft?
Wo will ich mehr Durchblick?
Wo brauche ich mehr Raum, weite – für Neues?
Wie kann ich mich stärken?
Was tut mir wohl?

Alle Kulturen kennen solche Phasen, schöpfen aus der Kraft der rituellen Reinigung von Räumen, Körper, Geist und Seele.

Judentum – Mikve – rituelles Tauchbad besonders für Frauen und auch Konvertierende.

Christentum – Taufe und vorösterlicher Verzicht = Fastenzeit

Islam – Gebetswaschung und Fasten

Hinduismus – reinigende Bäder in heiligen Flüssen

Buddhismus – geistige und moralische Reinigung, auch karmische R.

Reinigung als Vorbereitung für Einweihung – vom Ego befreien , zum leeren Gefäß werden; auch bei Reiki- Einweihungen – möglichst rein um der neuen Energie einen “guten Boden” zu bieten

Reinigen von Räumen und Utensilien

Yoga Sutra: SHAUCHA = Reinheit; steht im Raja Yoga bei den NIYAMAS = ausgewählte Facetten des Umgangs mit sich selbst.

Auch hier ist das Reinigen vielseitig:

-körperliche Hygiene und geistige Reinheit
-gesunde Ernährung und Atmung
-Reinigungsübungen (Shatkarmas)
-relativieren der Bedeutung des Körpers
-üben von Unterscheidungsvermögen und Achtsamkeit

Um den Weg der Transformation, der Änderung, der Wandlung zu gehen braucht es ein stabiles, ein tragendes Fundament. Dies bieten die Impulse der YAMAS (=ausgewählte Facetten des ethischen Umgangs mit anderen) und NIYAMAS (s.o.). Selbsttransformation bedeutet, die besten äußeren sowie inneren Bedingungen zu schaffen, die zu einem gesünderen und zufriedenerem Leben führen. Es ist ein Weg mit SCHRITTEN. Im Erkennen und überwinden von Unzulänglichkeiten die klare Entscheidung, das energievolle, begeisterte TUN im entwickeln der eigenen Stärken. Da sind selbstgezogene Grenzen die erkannt werden dürfen und um sie bewusst zu weiten, zu ändern. Schritt um Schritt:  wählen, entscheiden, ins Tun kommen, das Gewollte umsetzen. Dazu braucht der Mensch kreative Unternehmungslust, Motivation (das Herz brennt), Begeisterung und Energie.

Die physische Reinigung fällt oftmals leichter und schafft einen guten Boden für die mentale Reinigung. Hier ist Achtsamkeit und Unterscheidungsvermögen gefordert – welche Gedanken und welche Sinneseindrücke lasse ich in mein System. Erst diese Klarheit erlaubt uns zu trennen, zu lassen, zu fördern. Schwer wird es, wenn eben diese Klarheit fehlt (auch die Klarheit darüber WAS ICH EIGENTLICH WILL), dann leben wir oft  wie “fremdgesteuert” aus gewohnten Mustern, Konzepten, Bewertungen, Abneigungen, Ängsten, Zweifeln, Erinnerungen heraus.

Shaucha ist eine exzellente Übung für die Schulung des Unterscheidungsvermögens. Es gilt sich darin zu üben, “neben sich zu stehen”, als neutraler Beobachter die Folgen und Konsequenzen der eigenen Aktivitäten leidenschaftslos wahrzunehmen. Nun kann ich feststellen, was mir langfristig dient, mich nährt, mich wachsen lässt und auch all das erkennen, was mich eben nicht nährt, mich eng macht und klein. DANN kann ich ÄNDERN, und hilfreich sind hier kraftvolle Kopfbilder, angenehme Gefühle aus der Situation die ich mir als Ziel nehme. Fern jedes Dogmatismus (schafft ja schon wieder Enge und behindert WACHSTUM) gilt es MICH zu erkennen, anzunehmen – und wenn ich einer Tüte Chips “erliege”, dann ist das MEINE Entscheidung, bewusst und ich genieße sie und studiere die Auswirkung der Tüte Chips in meinem Organismus. Hier kommen wir an den zentralen Punkt bei DIESER Art von Reinlichkeit: Ich bin nicht willenlos, SONDERN wähle bewusst aus und entscheide.

Eine zentrale Rolle spielt die ART unserer Nahrungsaufnahme. Reine (sattvische) Ernährung  minimieren Verschmutzungen. Sie ist:

frisch, leicht und nahrhaft
hilfreich hier saisonal, regional und biologisch zu wählen
in angemessener Menge
zur rechten Zeit
in angenehm, heiterer Gemütsverfassung zu mir nehmend

BEDEUTSAM als Bindeglied zwischen Körper und Geist ist der ATEM. Bereits ein  tiefer, gleichmäßig ruhiger Atem besitzt tiefe reinigende Wirkung. Der Yoga kennt im PRANAYAMA die Kraft und die Chance des bewussten Atmens und nutzt diese in höchster Achtsamkeit. Für Impulse in deinem Üben wähle dir einen kompetenten Yoga Lehrer der dich auf diesem Weg im EinzelUnterricht begleitet.

Der Geist wiederum braucht fördernde Nahrung in Form von positiven, bejahenden Gedanken. Gedanken und Worte können nähren, sie können auch zutiefst verletzen. Hier dürfen wir lernen, in eine größere Bewusstheit und Achtsamkeit zu gehen.

So durchzieht REINLICHKEIT viele Bereiche des Lebens. Sie ist weit mehr als die normale Hygiene, eine aufgeräumte Umgebung oder die Vorbeugung gegen körperliche Beschwerden.

Wenn Worte und Taten rein sein sollen, muss als ERSTE Instanz der Geist geklärt werden. Über die Achtsamkeit und Unterscheidungskraft dürfen wir lernen und uns Schritt um Schritt von alten, einengenden Gewohnheiten, Mustern lösen.

Nicht der VERZICHT, sondern der PROZESS des Etwas-Besseres-Wählens umschreibt den Kern von Yoga-Reinigung.

Und zu guter Letzt die Erkenntnis, dass dies ein immerwährender Weg sein wird. Da wir ein lebendiger Organismus sind, eingebunden in ein Größeres und damit in Interaktion, werden immer und immer REINIGEN. Vollständige “Sauberkeit” auf allen Ebenen ist auch aus der Sicht des Yogas eine Illusion.

Tipps für die Matte – Asanas und Atem:

vertiefte Ausatmung
Kapalabati
Nadi Shodhana
Herzatmung

Vorbeugen: Schulterstand, Pascimottanasana
Umkehrhaltungen: Kopfstand (nur erlernt bei deinem Lehrer!)
Drehungen: Palme, gedrehte Kobra,

“Gehe gereinigt und mit klarem Blick in dies aufbrechende Jahr!
Segen in deinem Leben!”

Markus Evangelium 7,15 (gibt weitere Denkimpulse):
Nichts, was von außen in den Menschen hinein kommt,
kann ihn unrein machen,
ondern was aus dem Menschen herauskommt,
das macht ihn unrein.”

Vielleicht so – was der Magen aufnimmt kann er in der Regel verarbeiten, verdauen, ausscheiden. Nehmen wir das Herz unter die Lupe. Hier können wir zerstörerische, geistige Emotionen und Gedanken wahrnehmen, die uns Schmerz und Leid bringen. Und wieder ist der Ansatz IN uns:

"Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal."
- aus China

 

So wie die Fenster in meinem Haus immer wieder gereinigt werden müssen damit ich einen guten DURCHBLICK habe, so dürfen wir auch regelmäßig die Fenster unserer SEELE reinigen, die Schleier der Verwechslung, MAYA- die Illusion, erkennen und entfernen. ÜBEN steht auf dem Programm. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute. Und wenn es heute nicht so geklappt hat - egal - dann HEUTE aufs Neue -  JETZT!

Literatur Tipp:
Alexander Kobs “Die zehn Lebensempfehlungen des Yoga” Windpferd Verlag

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mehr   - mit Tabelle für...   Saucha -  Reinheit ....

 

Foto- copyright by- Hildegard Burkert-sichtbarYoga

2 Antworten

  1. […] Dazu passt auch …weiterlesen ….. GROSSREINEMACHEN […]

  2. […] Bis bald, spannende und bewegende TAGE – LEBEN eben! PAssend – Großreinemachen -klick […]

  3. Tani Mara

    komm lass uns auf einem Sonnenstrahl reiten 🙂

    FREUDE SATT

    es wächst aus allen Poren – LEBENSfreude

    Frage: Herzatmung….was meinst du damit?

    HerzGruß
    von mir zu dir♥

    • Da sind wir ja schon mitten drin- Herzgruß!
      HerzAtmung in verschiedener Form – jedoch immer der Fokus im Herzen.

      z.B.
      liegend im Stern aus dem Herzen in die Füße atmen, zum Kopf, in die Hände, zentrieren im OM im Herzen.
      z.B.
      sitzend einatmen von Erde zum Herzen, vom Himmel zum Herzen.
      z.B.
      A tönend mit den Armen öffnend vom Herzen aus
      z.B.
      Fokus, Atem im Herzen. Weite zulassen. einatmend Licht, ausatmend Liebe.
      z.B.
      Meta Gedanken im Herzen atmen
      z.B. mit mehreren, einem Partner, ein Herzband atmen
      undundund

      du siehst ist nichts festes, sondern HerzWeite im üben.

      MEIN HerzGruß nun an dich!

      H.

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