Entfalten – JuniKraft – WortTänze

Entfalten – JuniKraft – WortTänze

entfalten - copyright by Hildegard sichtbarYoga

Entfalten-----sich entwickeln - sich ausdehnen - erblühen - ausfüllen - aufbrechen - entstehen - zunehmen - reif werden - expandieren - entwickeln - weiter werden - florieren - zu wachsen beginnen - ergeben - gedeihen - blühen -

*** ** ***

JUNI = Brachmond – Rosenmonat – Sonnwende – Göttin Juno – HerzZeit – weit geöffnet – entfalten –mit dem Herzen hören  und sprechen

*** ** ***

Man ist die eigene Zukunft,

jedoch noch nicht entfaltet.

Man ist noch eingefaltet.

David Bohm  -  danke Corina fürs zusenden Smiley

*** *** ***

Es gibt Zeiten da entfaltet man(n) , äh, frau, äh Mensch, sich:

Öffnet sich, entblößt sich – zeigt sich – wie ES ist.

Im Prozess und im Sein BIN ich – sichtbar. Echt. Authentisch.

Und es gibt Phasen, da falten wir uns wieder ein, bedecken uns, hüllen uns.

***  **   ***

Wunderliches Wort: die Zeit vertreiben!
Sie zu halten, wäre das Problem.
Denn, wen ängstigt’s nicht: wo ist ein Bleiben,
wo ein endlich Sein in alledem? -
Sieh, der Tag verlangsamt sich, entgegen
jenem Raum, der ihn nach Abend nimmt:
Aufstehn wurde Stehn, und Stehn wird Legen,
und das willig Liegende verschwimmt -
Berge ruhn, von Sternen überprächtigt; -
aber auch in ihnen flimmert Zeit.
Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt
obdachlos die Unvergänglichkeit.

R.M. Rilke

*** **  ***

Gehe sorgsam mit deinem Körper um,

so bleibt er lebenslang dein bester Freund.

Anna Röcker

***   **  ***

Glück heißt,

von der Erde getragen , von der Luft umhüllt,

von innen bewegt zu sein.

Vertraue dem Leben!

Yoga Weisheit

*** ** ***

Das bewegliche und weiche ist Leben,

sagen die Shaolin Mönche.

Also ab auf die Matte!

***  **  ***

Nicht Wünschelrute, nicht Alraune,

die beste Zauberei liegt in der guten Laune.

Goethe

*** *** **

Tanze – damit die Engel

Im Himmel mit dir tanzen!

*** ** ***

Endlich weiß ich, ich werde mich entfalten.

Ich spüre die Enge des Kokons.

Mir wachsen Flügel.

Der Panzer wird aufbrechen.

Der Tag ist nah an dem ich mir Platz schaffen werde

für meine wunderschönen bunten Flügel

Sie werden mich davon tragen in den blauen Himmel

Die Zeit reift ohne mein Zutun.

Die Ära des großen Fressens ist vorbei.

Viel Unbekömmliches und wenig gutes

habe ich in mich hinein gestopft.

Nicht danach gefragt.

Alles umgewandelt  in brauchbare Reserven

für die Zeit der Verpuppung.

Bald werde ich mich nur von Nektar ernähren

einen ganzen Sommer lang taumelnd im Licht.

Endlich wird dieses Leben sein.

Endlich wie die Leben davor.

Endlich beginnt mein LEBEN.

Den Tod danach fürchte ich nicht.

Gertraud Rauhaus - Entfaltung

** *** **

Das Mysterium sich entfalten zu sehen
Bringt der Seele ein Licht des Sinns
Ein Morgen dämmert herauf
Enthüllt scheinendes, reinstes Gold.

Der Himmel schaut uns jetzt zu,
drängt still unsere Herzen zu wachsen,
Ich sehe zum ersten Mal klar,
Den Pfad, der zu meinen Füßen liegt.

Nichts kann zufällig sein
Kein Wort ohne Zusammenhang,
Der Reichtum dieses Weges ist allumfassend
Bringt mich auf die Beine, und dann auf meine Knie.

Wie wertvoll ist das Leben in allen seinen Formen
Die wir für die Chance leben, zurückzukehren,
Immer wachsam, wie wir wachsen können
Dazu zu erleuchten, ist wahres Wissen.

Gedicht: Entfalten Aus dem Englischen übersetzt: http://www.clearharmony.net/articles/200304/11524.html

*** **  ***
Dreifach ist der Schritt der Zeit:
Zögernd kommt die Zukunft hergezogen,
Pfeilschnell ist das Jetzt entflogen,
Ewig still steht die Vergangenheit.
Keine Ungeduld beflügelt
Ihren Schritt, wenn sie verweilt.
Keine Furcht, kein Zweifeln zügelt
Ihre Lauf, wenn sie enteilt.
Keine Reu', kein Zaubersegen
Kann die Stehende bewegen.
Möchtest du beglückt und weise
Endigen des Lebens Reise?
Nimm die Zögernde zum Rat,
Nicht zum Werkzeug deiner Tat,
Wähle nicht die Fliehende zum Freund,
Nicht die Bleibende zum Feind.
Dreifach ist des Raumes Maß.
Rastlos fort ohn' Unterlaß
Strebt die Länge fort in's Weite;
Endlos gießet sich die Breite;
Grundlos senkt die Tiefe sich.
Dir ein Bild sind sie gegeben.
Rastlos vorwärts mußt du streben,
Nie ermüdet stille stehn,
Willst du die Vollendung sehn;
Mußt in's Breite dich entfalten,
Soll sich dir die Welt gestalten;
In die Tiefe muß du steigen,
Soll sich dir das Wesen zeigen.
Nur Beharrung führt zum Ziel,
Nur die Fülle führt zur Klarheit,
Und im Abgrund wohnt die Wahrheit.

von Friedrich Schiller

*** ** ***

Laß mich dir entfalten
mein verschlossen Herz!
Deiner Liebe heimlich Walten
ruht so gnadenvoll und mild
auf meinem kalten,
welteinsamen Schmerz,
daß Sehnsucht quillt
in mir nach dir,
du lichte Himmelskerz’!
Laß mich dir erschließen,
wie mich übertaut
deines Geistes heimlich Grüßen,
wenn du auf mich hingeblickt
zu deinen Füßen
und mich lieb und traut
an dich gedrückt,
selig war ich,
mein Herz schlug mir so laut.

Friedrich Nietzsche entstanden 1862

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben