Beten ernstnehmen…Gespräch mit Gott

Beten ernstnehmen…Gespräch mit Gott

Beten? Heute noch modern?

Ins Gespräch kommen mit etwas was deutlich GRÖSSER ist als ich?

Beten im Sinne von ABLADEN?

Oder im Sinn von BITTEN?

Oder im Sinne von DEALEN - ich bete du gibst mir dafür?

Oder im Sinne von DANKEN - im Fülle und Reichtum erkennen?

Oder im Sinn von STILLWERDEN - und finden?

Beten, Gebete haben uns über Jahre begleitet. Kindheit, evtl. noch im Kindergarten, Schritte über die Sakramente in ein wachsen, verändern. Gottesdienst besuchen, Glauben feiern - heute noch aktuell?

Ich kann hier lediglich aus MEINER Warte, aus meinen Erfahrungen sprechen und schreiben. Natürlich war meine Kindheit christlich geprägt. In der Revolutionszeit, manche nennen dies Pubertät, Distanz, kritische Blicke, NEIN. Ich weiß noch wie engagiert ich mich mit meinem damaligen Religionslehrer und gleichsam Pfarrer meiner Heimatgemeinde auseinander setzte. Ich machte ihm sein Leben schwer. Sorry! Nannte mich "Atheistin" und begann Jugendarbeit. Begegnete Menschen die ebenfalls suchten, wir feierten Gottesdienst ANDERS, freier, lebendiger, bunter, kritischer, echter. Darin konnte ich mich finden. Ausprobieren. Entdecken. Ging ins studieren, Religionspädagogik. Ich!
Mein Leben wurde gekrönt durch mein Mutterwerden. Kostbarste Geschenke des Himmels die ich nun begleiten durfte - und sie mich ;o). Wir fanden Lebensrituale die uns heute tragen, verbinden. In den Turbulenzen des Lebens, im AUF und AB der Lebensspirale auch tiefste Zweifel, größte Distanz - WO war denn dieser Gott als meine Töchter schwerstkrank da lagen? Ich rief und weinte und fand mich allein. Es dauerte Jahre um neue, andere Wege zu ihm, zu ihr zu finden. Engagierte mich mit ganzem Herzen in der Kinderkatechese.
Mit der Kernaussage

"DU bist kostbar, wertvoll, einzigartig und GELIEBT!"

finde ich den roten Faden in den vielen Jahren des Gestaltens und Feierns. Kids und auch Erwachsene erlebten, spürten: dieser Gott, das GÖTTLLICHE, hat immer zutiefst mit mir zu tun! Glaube feiern geht auch bunt und lebendig!

HEUTE gehe ich den Weg des Yoga - und finde mich als Christin darin. Yoga als ANGEBOT, als WEG - hin zu mir, mitten hinein  in meine Göttlichkeit! Nutze und genieße das Gebet meines Körpers in jeder Asana, entdecke den göttlichen Atem in meinem Atem, die tiefe Verbundenheit über den Atem mit der ganzen Welt. Bringe vor SIE, das was ich Gott nenne, was mich bewegt, mitunter ordentlich durchbeutelt. Übe mich darin still zu werden.  Übe mich im Hinhören, was ER/SIE mir "sagt". Ich bete anders - bewegter und stiller. Erlebe den Leitspruch meines YogaWeges: "Jedes achtsame Tun ist Yoga"! Yoga ist EINSSEIN mit Gott und der Welt, mit mir. So erlebe ich immer wieder Fragmente, Momente wo ich EINS BIN. Und -  übe weiter!
Erfreue mich darin, dass ALLE Kulturen dies Suchen und Finden nach Gott leben und gestalten - auf ihre Art und Weise. Erfreue mich an der Grußgeste im östlichen Teil der Erde - aneinander gelegte Hände vor dem Herzen. Ein achtsames verneigen: "Namaste! Ich grüße das Göttliche in mir und in dir!" HIER begegne ich GOTT!

HEUTE gehe ich den Weg der NEUGIERIGEN bewusster. Erfreue mich an meiner Offenheit. Nach allen Seiten - das Neue und das Alte. Begegne Fremdem und entdecke das Vertraute darin. Genieße die geistigen Impulse der Predigt am Sonntag in unserer Pfarrkirche. Unser Priester predigt KLASSE - sieht er mir manchmal mitten hinein in Kopf und Herz? Bin mir da nicht so sicher. Komm einfach mal und lass dich auf dies "Gespräch" ein, es lohnt sich sicherlich!
Genieße ebenso die geistigen Impulse anderer Religionsführer - des Dalai Lama, großer Yogis (Krishnamurti, Yogananda...). Und weiß - es kommen die passenden Impulse zur rechten Zeit um Lichtstrahl zu sein - etwas zu erhellen was schon immer da war.

HEUTE gehe ich den Weg der Schamanin. Ich weiß, viele reagieren erstmal entsetzt, befremdet. WAS ist denn das? Voodoo? Nein, sicher nicht. Es ist der Weg der Achtsamkeit. Der Weg mich bewusst mit all dem um mich und in mir zu verbinden. Liebevoll und achtsam. Der Weg größten Respekts vor allem was lebt und ist. Der Weg der Anbindung, Rückbesinnung an die Urkraft in allem - GOTT. Der Weg über bewusstes TUN, Rituale, mein Leben immer wieder mit dieser göttlichen Kraft zu verbinden. UNBEWUSST läuft so vieles ab - Wege, Handlungen, Worte, Gedanken. Es ist Zeit für Bewusstes SEIN. Für Respekt und Liebe - mir selber gegenüber, der Natur und allem was ist - dem GÖTTLICHEN in ALLEM! Ach ja - Schamanen waren und sind immer Priester - Mittler zwischen Gott und der Welt - eingeweiht in die Geheimisse des Lebens - DienerIn -  würdig - gesegnet - aus der tieferen Quelle lebend -  spirituelle FührerIn + BegleiterIn - Wissen um heilende Rituale. Übrigens finden wir genau DAS auch in unserer christliche Kultur: sind über die Taufe GESALBTE und GESEGNETE mit dem Auftrag Segen für diese Welt zu sein. Just do it!

Heute bekam ich dies "Gespräch" von Martina zugemailt. Sie ist Mit-Schamanin. Sicher kenne ich noch diesen Text, er ist älter als meine Tage in der Jugendarbeit. Kann mich noch lebendig an den Jugendgottesdienst mit eben diesem Gespräch erinnern. Danke Martina für diesen Text, er hat mich bewegt, erinnert, inspiriert zu diesem Nachdenken und finden.

Vater unser ....

Unterbrich mich nicht, Herr - ich bete!

Beter: Vater unser im Himmel.

Gott: JA?

Beter: Unterbrich mich nicht! Ich bete!

Gott: Aber Du hast mich doch angesprochen!

Beter:Ich Dich angesprochen? Äh ... nein, eigentlich nicht. Das beten wir eben so: Vater unser im Himmel!

Gott: Da, schon wieder! Du rufst mich an, um ein Gespräch zu beginnen, oder? Also, worum geht's?

Beter: Geheiligt werde dein Name ...

Gott: Meinst Du das ernst?

Beter: Was soll ich ernst meinen?

Gott: Ob du meinen Namen wirklich heiligen willst? - Was bedeutet denn das?

Beter: Es bedeutet ... es bedeutet ... meine Güte, ich weiß nicht, was es bedeutet. Woher soll ich denn das wissen?

Gott: Es heißt, dass Du mich ehren willst, dass ich Dir einzigartig wichtig bin, dass Dir mein
Name wertvoll ist.

Beter:Aha, hm, das verstehe ich. - Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden...

Gott: Tust Du das wirklich?

Beter: Dass Dein Wille geschieht? Natürlich! Ich gehe regelmäßig zum Gottesdienst, ich zahle
Kirchensteuer und Missionsopfer.

Gott: Ich will mehr: dass Dein Leben in Ordnung kommt, dass Deine Angewohnheiten, mit
denen Du anderen auf die Nerven gehst, verschwinden, dass Du von anderen her und für andere denken lernst: dass allen Menschen geholfen wird und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, auch Dein Vermieter und Dein Chef. Ich will, dass Kranke geheilt, Hungernde gespeist, Trauernde getröstet und Gefangene befreit werden. Denn alles, was Du diesen Leuten tust, tust Du dann für mich.

Beter:Warum hältst Du das ausgerechnet mir vor? Was meinst Du, wie viel stinkreiche Heuchler in den Kirchen sitzen? - Schau sie Dir doch an!

Gott:Entschuldige, ich dachte, Du betest wirklich darum, dass mein Herrschaftsbereich kommt und mein Wille geschieht. Das fängt nämlich ganz persönlich bei dem an, der darum bittet. - Erst wenn Du dasselbe willst wie ich, kannst Du ein Botschafter meines Reiches sein.

Beter: Das leuchtet mir ein. Kann ich jetzt mal weiter beten? Unser tägliches Brot gib uns heute.

Gott: Du hast Übergewicht, Mann! - Deine Bitte beinhaltet die Verpflichtung, etwas dafür zu tun, dass die Millionen Hungernden dieser Welt ihr tägliches Brot bekommen.

Beter:Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern...

Gott: Und Dein Arbeitskollege?

Beter:Jetzt fang auch noch von dem an! Du weißt doch, dass er mich öffentlich blamiert, dass er mir jedes Mal dermaßen arrogant gegen übertritt, dass ich schon wütend bin, bevor er seine herablassenden Bemerkungen äußert. Das weiß er auch! Er nimmt mich als Mitarbeiter nicht ernst, er tanzt mir auf dem Kopf herum, dieser Typ hat .........

Gott: Ich weiß, ich weiß! Und Dein Gebet?

Beter: Ich meine es nicht so!

Gott: Du bist wenigstens ehrlich. - Macht Dir das eigentlich Spaß, mit soviel Bitterkeit und Abneigung im Bauch herumzulaufen?

Beter: Es macht mich ganz krank.

Gott: Ich will Dich heilen. Vergib ihm doch, und ich vergebe Dir. Vielleicht vergebe ich Dir auch schon vorher. Dann sind Arroganz und Hass seine Sünde und nicht Deine. Vielleicht verlierst Du Geld; ganz sicher verlierst Du ein Stück Image. Aber es wird Dir Frieden ins Herz bringen.

Beter:Hm, ich weiß nicht, ob ich mich dazu überwinden kann.

Gott: Ich helfe dir dabei!

Beter: Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen...

Gott: Nichts lieber als das. Melde bitte Personen oder Situationen, durch die Du versucht wirst.

Beter: Wie meinst du das?

Gott:Du kennst doch Deine schwachen Punkte: Unverbindlichkeit, Finanzverhalten, Sexualität, Aggression, Erziehung.

Beter: Ich glaube, dies ist das schwierigste Vaterunser, das ich je betete. Doch es hat zum ersten Mal etwas mit meinem alltäglichen Leben zu tun.

Gott: Schön! Wir kommen vorwärts. Bete ruhig zu Ende.

Beter: Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Gott: Weißt Du, was ich herrlich finde? Wenn Menschen wie Du anfangen, mich ernst zu nehmen, echt zu beten, mir nachzufolgen und dann das zu tun, was mein Wille ist. Wenn sie merken, dass ihr Wirken für das Kommen meines Reiches sie letztlich selbst glücklich macht.

(Verfasser unbekannt)

 

Foto-copyright by- Hildegard

4 Antworten

  1. Hannes N.

    Wer sagt da noch, dass Yoga und christliche Spiritualität nicht kompatibel wären? Ich finde es toll, wie Du Dein Christinsein mit den uralten Yoga-Prinzipien in Einklang bringst – im Grunde geht ja jede Spiritualität den Weg der Liebe. Und die Liebe fängt ja immer bei mir selber an, bevor ich sie in die Welt hineinstrahlen lasse. So ist Achtsamkeit immer der erste Schritt auf Gott zu, der in meiner Seele, meinem Geist und meinem Körper innewohnen will. Danke, dass Du Deinen Weg der Erleuchtung gehst und andere zu ihrem Licht begleitest – kostbar, wertvoll und geliebt. Dich erfülle Dein Licht und mögen alle guten Spirits Dich segnen – Namaste

  2. Hab Dank für Deinen Segen! Er bedeutet mir sehr sehr viel!

    Du triffst genau die KERNWÖRTER, die Essenzen, die meine Arbeit, mein Leben prägen: ACHTSAMKEIT, Spiritualität, LIEBE, Licht, kostbar, wertvoll,geliebt, SEGEN.

    Für diese vielen Schritte auf dem Weg zu immer mehr Licht hatte und habe ich -gottlob – immer wieder die passenden Begleiter, Weggefährten. DU bist sicher einer davon! JEDER Mensch der in mein Leben trat und tritt ist LEHRER für mich. All meine Kinder, die Menschen in Schulen, Gemeinde, Arbeit, Ausbildungen, Kursen, beim Einkaufen ebenso wie in der U-Bahn – einfach allüberall wo Menschen sich begegnen. Not easy – mitunter einfach reichlich herausfordernd und darin wohltuend, bereichernd und voll lebendig – JA SO ist dieses Leben wenn ich MENSCH mich mit ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzen Gedanken darauf einlasse. HINGABE fällt mir dazu ein – sich diesem hingeben- voller Vertrauen und MUT. Ich übe!

    Mein Leben, meine Erfahrungen, meine gelebte Neugier ermöglichen mir dies alltagstauglich weiterzugeben – mitzuleben.

    Ich lese eben noch deinen Kommentar und staune: Du dankst MIR , dass ich meinen Weg der Erleuchtung, dem Hellewerden ;o) , gehe und andere begleite. Hier passt der “Lichtarbeiter” wieder sehr gut. Hast du ihn gelesen? ==> https://sichtbaryoga.de/blog/wp-admin/post.php?post=627&action=edit

    Segen auch mit dir! Namaste!
    Hildegard

  3. Hallo Hildegard!

    Deine Homepage ist echt klasse:-)

    Irgendwie habe ich beim Lesen das Gefühl, es sind meine Gedanken, nur dass ich sie nicht so gut ausdrücken und weitergeben kann….kommt aber bestimmt auch noch irgendwann:-)

    Mein Lebens-Leitspruch ist seit Jahren (und der gefällt dir bestimmt auch…):

    Verbreite Liebe, wo immer du hingehst:
    Zuerst in deinem eigen Haus.
    Gib deinen Kindern Liebe, deiner Frau oder deinem Mann,
    deinem Nachbarn von gegenüber….
    Lass nie jemanden zu dir kommen,
    ohne ihn besser und glücklicher wieder gehen zu lassen….
    und liebe auch dich, und lass dich lieben – auch deine Schattenseiten.
    Denn wo Schatten ist, ist auch Licht.
    Sei der lebendige Ausdruck von Gottes Güte;
    Güte in deinem Gesicht,
    Güte in deinen Augen,
    Güte in deinem Lächeln,
    Güte in deinem warmen Gruß.

    (Mutter Teresa)

    Ich freu mich auf unseren gemeinsamen Kurs

    Liebe Grüße

    Sophia

  4. so. so, meine supersüße,

    wie war das mit facebook? jetzt bist du vor mir drin.

    …. kriege ich dann noch mal von dir eine ZEIT für mich.

    schöne texte schreibst du……weiter so mein Yogaengel. C.

  5. […] hat ein reiches Leben, JA – mit Aufs und Abs, JA – mit dieser einmaligen Neugierde und Liebe zum, ins Leben! (klick für mehr) Achte doch mal […]

  6. […] sie/er hat ein reiches Leben, JA – mit Aufs und Abs, JA – mit dieser einmaligen Neugierde und Liebe zum, ins Leben! (klick für mehr) Achte doch mal […]

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